www.brainworker.ch/ Online Journal des Wissens:

Wissenschaft und Philosophie
www.topologie.ch/ Theoretische Philosophie: Grundlagen der Logik, des Denkens.

Verortung der Denkräume
www.diskussionsforen.ch öffentlicher Dialog per Internet
(was nicht all zu gut funktioniert. Begründung)
www.club-of-basel.ch/  Kurse, Diskussionen, gemeinsames Denken, öffentlicher Dialog in kleinen Gruppen.

Hier entsteht der Club of Basel. Also, tut mir leid, kein Nachtclub, sondern eher ein Denkclub, der sich denkenderweise unterschiedlichen akuten und absehbaren Entwicklungsproblemen der Gesellschaft widmen will. Der Club orientiert sich also eher (wenn auch in bescheidenerem Masse und deutlich weniger elitär, sondern eher offen für ein breiteres Publikum an Interessenten) am Club of Rome, Club of Amsterdam (eigener Beitrag) und ähnlichen.

Grundidee:

Eigentlich brauchte jede Stadt, ja jede Gemeinde einen Denkclub,
in dem nicht politischer Kampf um Interessen das Resultat bestimmt,
in dem nicht wirtschaftliche Machbarkeit, d.h. Profitabilität entscheidet,
sondern die Suche nach Wahrheit - und Freiheit - und Gerechtigkeit - und ...

Theoretischer Hintergrund:

Im Unterschied zu ähnlichen Institutionen ist der Club of Basel:

Das Ganze tönt etwas kompliziert, dies aber nur, weil wir uns über 100Jahre an eine enorme Vermischung der Kategorien gewöhnt haben. Bei den Griechen, Römern, im Mittelalter (Duns Scotus), den Philosophen des 19. JH (insbesondere Schopenhauer, Nietzsche, ) herrschte noch ein klarer Unterschied zwischen Wissen und Wollen/Willen. Mit zunehmender Technisierung und Verwissenschaftlichung sämtlicher Lebensbereiche verschwand das Wollen (und manche feinere Nuance der Gefühle). Nur noch Fakten zählen. Dies macht die Entscheidungsfreiheit des Menschen zur Farce, da sämtliche seine Handlungen irgend einer Vernunft gehorchen sollen, nicht seinem Willen und Wollen. Diese Vernunft allerdings ist ein schlechter Schulmeister, der nur sein Lehrbuch, nicht aber die Welt kennt. Natürlich musste und muss sich der Mensch immer nach den Bedingungen richten, die ihm Umwelt, sei es natürliche, sei es menschliche, auferleg(t)en. Immer und immer wieder hat er jedoch diese Bedingungen selbst verändert und sich über Beschränkungen erhoben. Der Mensch als Funktionär der Sachzwänge ist kein freier Mensch, sondern ein Bürokrat. Und Bürokraten finden sich heute zumeist, nicht wie von ihnen selbst behauptet, in der Politik, sondern in den Verwaltungen der Wirtschaft.

Der Club of Basel sollte also eher ein Forum sein, dass Freiräume erkundet, mögliche Entwicklungen, erwünschte Entwicklungen - nicht zwanghaft nötige Entwicklungen, also eher ein bisschen im Sinne der "Utopie als Entwicklungsziel":

Utopien sind zukunftsorientierte Spekulationen über Möglichkeiten gesellschaftlicher Strukturen - und manchmal realisierbare Programme. Häufig liegt ihnen die Sehnsucht nach wahrer Gerechtigkeit zugrunde, weshalb sie des öftern als sittenstrenger Staatssozialismus enden. Typisch sind auch meist Selbstbescheidung, Mässigung, Verzicht auf Luxus, also Subsistenzwirtschaft.

Utopien sind konstruktivistische Leistungen die eine neue Welt bauen, neue Konzepte und Ordnungsentwürfe, neue Orientierungen geben. Sie zeigen was denkbar ist - wenn auch nicht unbedingt wünschbar.

Utopien sind normative Gedankenexperimente, konstruktivistische Entwürfe möglicher Wirklichkeiten.

Utopien sind Modelle rationalen sozialen Theoretisierens. Jede Utopie ist Zeitkritik, da die vorherrschenden Tendenzen als negativ betrachtet werden oder zumindest als verbesserungswürdig. Utopien sind also auch Gesellschaftskritik und in der Funktion unverzichtbar.

Schüler: Sie sagen doch immer, dass Früher alles besser war.

Lehrer: Ja.

Schüler: Was war denn besser?

Lehrer: Die Zukunft.

Eine gute Zukunft entsteht weder daraus, dass wir dauernd jede Krise beheben ... und damit meist gleich die nächste verursachen, noch dadurch, dass wir sie kausal, wissenschaftlich suchen, sondern bloss daraus, dass wir uns die richtigen Ziele setzen. Das einzige worauf wir uns verlassen können, ist, dass sie kommt (die Zukunft), und vermutlich weniger gut ist als erwartet - aber auch weniger katastrophal als möglich. Also: Lassen wir uns den freien Willen der uns in eine bessere Zukunft führen soll weder von den Sachzwangsregimen der Wirtschaft noch den Sirenengesängen (eher Fehlinterpretationen) der Hirnforscher madig machen.

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Die Grundidee wurde bereits im September 2007 formuliert unter http://www.brainworker.ch/Armut/armut.htm#club_of_Basel. In der Zwischenzeit sind einige Aktivitäten aufgegleist worden, die als Etappen auf dem Weg zu einer solchen Organisation gesehen werden können:

oepfelOeffentliches philosophisches Forum für Gegenwartsfragen

Basel [oepfel]

Die Bildungsbörse

und insbesondere

Das Wissenscafe

Wenn Sie an Informationen zu den hier getätigten Diskussionen, sowie an der weiteren Entwicklung des Club of Basel interessiert sind, können Sie sich per Mail periodisch auf dem Laufenden halten lassen: Ein Mail an info@club-of-basel.ch mit Ihrer Email-Adresse reicht.

 

 


Basel, 25.5.09